Weitere Unwetter und ein Tornado in Piriapolis

Kaum hatte man sich 2 Tage erholt, die Sonne kam heraus und die Temperaturen stiegen kurzfristig auf über 25 Grad, kam schon die nächste Unwetterwarnung für das ganze Land. In Piriápolis wurde daraus gleich ein Tornado, der zwar nur wenige Minuten aktiv war, dafür aber große Schäden anrichtete. Wir saßen zu Hause, als uns per SMS Meldungen von unserer Freundin in Piriápolis/Punta Colorada erreichten. Sie teilte uns mit, dass sie sich gerade im Supermarkt El Dorado in Piriápolis aufhält und der Sturm die Eingangstür bis in den Markt befördert hat. Überall lägen große entwurzelte Bäume herum und die hintere Scheibe von ihrem Golf sei zerstört. Ihren Hund, der vor dem Supermarkt auf sie wartete, konnte sie in letzter Sekunde in den Markt retten. So einen Sturm hätte sie selbst in den USA bisher nicht erlebt.

Uferpromenade Piriapolis nach den letzten Stürmen.
Uferpromenade Piriápolis nach den letzten Stürmen, Bildquelle: elpais.com.uy

Bei dieser Schule hat es das Dach abgedeckt.
Bei dieser Schule hat es das Dach abgedeckt, Bildquelle:  elobservador.com.uy

 

Schuldach Piriapolis
..und liegt jetzt auf der Straße – Bildquelle: elobservador.com.uy

In Aguas Dulces, oberhalb von La Paloma im Department Rocha, wurden 24 Häuser vom Meer verschluckt und weitere 27 sind so weit zerstört, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Leider wurden diese Häuser, scheinbar ohne Genehmigungen,  auf öffentlichem Grund  und zu nahe an der Küste aufgebaut und man hatte den Bewohnern schon vor 40 Jahren 15 Jahre Zeit gegeben, ihre Häuser in diesem Gebiet aufzugeben. Ob die Schäden bis zur Hauptsaison in 2 Monaten beseitigt sind, ist wohl fraglich. Für diese Region wäre das eine Katastrophe.

Der ganze Küstentreifen in Aguas Dulces gleicht einem Schlachtfeld.
Der ganze Küstenstreifen in Aguas Dulces gleicht einem Schlachtfeld, Bildquelle: elpais.com.uy

 

Einige Häuser stehen noch sind aber nicht mehr bewohnbar.
Einige Häuser stehen noch, sind aber nicht mehr bewohnbar, Bildquelle: elobservador.com.uy

 

Aguas Dulces
Bildquelle: elobservador.com.uy

 

Die Stürme vom 27.  und 31. Oktober haben alleine im Department Maldonado einen Schaden von über 2,5 Millionen US-Dollar verursacht. Alleine die Wiederherstellung der Rambla in Piriápolis wird über 800.000 USD kosten.
Glücklicherweise sind wohl keine Menschenleben zu beklagen, doch in mehreren Gegenden musste evakuiert werden und einige Ortschaften sind noch nicht über die Zugangsstraßen erreichbar.

Unsere Gegend wurde von dem Sturm verschont und es gab nur wieder jede Menge Regen. Gefreut haben sich die Kröten und Frösche. Aber durch diesen massiven Regen über längere Zeit ist der Boden so aufgeweicht, dass selbst ältere Bäume sich im Sturm geneigt haben oder eben ganz den Halt verloren. Alle jüngeren Pflanzen sind bei uns hier ertrunken, selbst die 3 Jahre alte Maracuja hat es nicht überstanden. Auch einige ältere Bäume zeigen Symptome von Vertrocknung, was wohl an den verfaulten Wurzeln liegen muss.

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