Ein Schwank aus dem Gesundheitssystem in Uruguay

Oder auch: fröhliches Bilder suchen bei Asociación Española

Eines vorne weg: wir sind mit unserer Krankenversicherung Asociación Española zufrieden. Die Ärzte und das Personal waren bisher immer sehr nett, hilfsbereit, freundlich und offenbar fit in ihrem Bereich. Und wir wurden bisher gut behandelt, hatten aber zum Glück auch noch keine ernsten Erkrankungen.
Dennoch, manchmal holpert das System ein bisschen und das ist dann doof…

 

Poliklinik Asociación Española Atlántida
Poliklinik Asociación Española Atlántida

Doris fiel kürzlich über eine Katze und auf ihr Knie. Und da es von alleine nicht besser, sondern eher schlimmer wurde, konsultierten wir letzte Woche dann doch einen Arzt in unserer Poliklinik in Atlántida. Da es dort aber kein Röntgengerät gibt, hatten wir die Wahl, entweder am späten Nachmittag nach Solymar zu fahren oder gleich im Anschluss nach Pando, wo ab 11 Uhr ein Röntgenarzt seinen Dienst haben sollte. Leider sind die Angaben zu den Sprechzeiten auf der Homepage ebenso falsch, wie der Aushang in der Poliklinik Atlántida. 

 

Poliklinik Asociación Española Pando
Poliklinik Asociación Española Pando

In Pando (ca. 30 km von Atlántida entfernt) sagte man uns, dass der Röntgenarzt erst ab 14 Uhr da wäre und gab uns einen entsprechenden Schein für die Konsultation. Da es erst 11 Uhr war, galt es also drei Stunden Zeit mit Essen und Einkaufen zu verbringen. Wenn man nicht richtig laufen und daher auf Krücken angewiesen ist, macht das nicht wirklich viel Freude. Nach Hause und wieder hin zu fahren, hätte sich aber auch nicht wirklich gelohnt.

Nun gut, die Zeit verging und pünktlich um 14 Uhr standen wir wieder vor der Tür zum Röntgenzimmer, wurden prompt aufgerufen und die Bilder wurden digital direkt in die zentrale Krankenakte eingefügt. Jeder Arzt kann also in den unterschiedlichen Niederlassungen und Kliniken digital auf die Akte und die darin hinterlegten Bilder zugreifen. Tolle Sache! 

 

Aussicht von der Poliklinik Atlántida auf's Wasser
Aussicht von der Poliklinik Atlántida auf’s Wasser

 

Leider hakt es aber auch hier im System. Zurück in der Poliklinik Atlántida suchten schlussendlich 2 Ärzte und 2 Personen vom Pflegepersonal nach den Bildern im System. Sie waren nicht auffindbar. Weg. Verschollen in der Matrix. 

Nach gefühlt etwa einer Stunde und der Suche an 4 verschiedenen Computern, waren sie dann endlich aufgetaucht und die Freude groß. 

Wir verließen am Morgen gegen 09:30 Uhr das Haus und mit einer Diagnose zurück zu Hause um kurz nach 16 Uhr. Schnell geht hier nichts… Aber man ist ja krank und hat ja Zeit… 😉 

 

 

Die Diagnose: vermutlich ein Riss in der Kniescheibe. Um dies zu bestätigen, müsste man ein MRT machen, die Behandlung ist aber mit oder ohne eh die gleiche, also spart man sich sowas lieber und verbringt die Zeit sinnvoller… 

2 thoughts on “Ein Schwank aus dem Gesundheitssystem in Uruguay

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