Die ersten Tage

Die ersten Tage in Uruguay und unserem neuen Haus waren irgendwie merkwürdig. Wir waren da, aber nicht angekommen. Alles fremd, unvertraut und … schmutzig! 

Hier zunächst mal ein paar Bilder, damit ihr einen Eindruck von unserem neuen Domizil bekommt. 
Terrasse, vorne
Terrasse, vorne

Innenhof
Innenhof
Blick von der Straße auf das Haus
Blick von der Straße auf das Haus
Blick vom Haus auf den Garten
Blick vom Haus auf den Garten

Das Haus stand lange Zeit leer. Der Zustand selbst ist gut, die Möbel sind nicht unser Stil, aber okay. Nach einer unruhigen Nacht zu viert (2 Erwachsene, 2 Katzen) in einem relativ kleinen Bett, waren wir um 05:00 Uhr schon wieder wach und aktiv.

Dummerweise hatten wir kaum Wasserdruck und das Wasser selbst war kalt. Zum Glück haben wir jahrelanges Camping-Training und wissen uns in solchen Fällen zu helfen. Mit Hilfe eines Wasserkochers haben wir Wasser zum duschen warm gemacht. Nachdem wir die Koffer ausgeräumt, die wichtigsten Sachen verstaut hatten, geduscht und angezogen waren, machten wir uns also auf den Weg zum nächsten Ort, um einkaufen zu gehen. Wir brauchten wirklich alles: Putzzeug, Essen, Getränke usw. Die Lebenshaltungskosten sind relativ gering. Einige Produkte, vor allem die importierten, sind aber sehr teuer. Wir wollen aber ohnehin erstmal die einheimischen Produkte testen, schließlich wollen wir ja hier leben. Wir haben also alle Dinge, die wir kennen, stehen lassen und die Sachen von hier gekauft. Und wie soll es auch anders sein… sie sind natürlich gut 🙂
 
In unserem Haus angekommen, machten wir uns an die Putzarbeit. Doris stürzte sich zunächst ins Bad, Reinhard in die Küche und wir machten Großputz. Die Vermieterin kam auch vorbei und setzte das warme Wasser und den Wasserdruck wieder in Gang. Sie ist echt nett und kümmert sich sofort um alles, wenn mal wirklich was nicht so ist, wie es sein sollte. Sie sagte selbst, das Haus war lange unbewohnt, da kann schon mal was kaputt gehen…
 
Die zweite Nacht in einem mittlerweile halbwegs sauberen Haus war schon besser. Nachts um 3 Uhr teilte unser Katerchen uns allerdings mit, dass er mit der Gesamtsituation in der neuen Umgebung gar nicht zufrieden ist. Er miaute ununterbrochen, lief aufgeregt durch das Haus, er war echt nicht gut drauf. Klar, wer könnte es ihm auch übel nehmen. Er wurde in eine Kiste gesteckt, in 2 Flugzeuge verladen, es war laut, holperig, die beiden hatten Angst. Und die steckt den beiden noch immer im Fell. Da kann man schon einmal nachts um 3 Uhr die Krise kriegen und seinem Personal mitteilen, dass man das alles doof findet. 
 
Samstags mussten wir nach Montevideo zum Flughafen fahren, um dort das größere Auto gegen ein kleineres umzutauschen. Nach einem kleinen Frühstück und einer (warmen!) Dusche   fuhren wir die ca. 80 km auf fast leeren Straßen zum Flughafen und bekamen auch gleich unser anderes Auto, ein Chevrolet Agile. Dies wird unser Begleiter bis Ende des Monats, bis wir hoffentlich ein eigenes Auto haben. 
 
Außerdem war samstags morgens noch ein netter junger Mann da, der sich um unsere verstopfte Toilette gekümmert hat. Nach einem heftigen Sturm vor einigen Wochen, hat ein Stück Baumwurzel Schutz in unserem Abfluss gesucht und diesen blockiert. Jetzt flutscht’s wieder 🙂
 
Auf dem Rückweg von Montevideo legten wir noch einen kurzen Stop in Atlántida ein, um im „Tienda Inglesa“ etwas zum essen einzukaufen. Hier sind die Preise noch einmal etwas niedriger, als bei uns. Je näher man Richtung Punta del Este kommt, umso teurer wird das Pflaster. In Punta wohnen vor allem wohlhabende Menschen und der eine oder die andere Prominente hat hier auch ein Häuschen. Vielleicht sehen wir ja mal Clint Eastwood oder Shakira.
Am Sonntag besuchten wir zusammen mit Freunden unseren ersten uruguayischen Markt. Hier sind sonntags immer irgendwo Märkte, auf denen gewerbliche und private Anbieter ihre Waren unter die Leute bringen möchten. Man kann hier Kleidung, Elektro- und Haushaltsartikel, Obst, Gemüse, Honig, Käse, Fisch usw. kaufen. 
Die Märkte sind sonntags Ausflugsziel Nummer eins. 
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Die kommenden zwei Tage gingen wir etwas ruhiger an und verbrachten viel Zeit zu Hause. Wir sind beide erkältet und fühlen uns ziemlich matt. Sogar Reinhard trinkt freiwillig jede Menge Tee… Zum Glück gibt’s hier an fast jeder Straßenecke eine Apotheke. Wir haben uns mit Aspirin, Halstabletten und Hustensaft eingedeckt. 
Wir sind gespannt, wie es weitergeht hier in Uruguay. Wir werden berichten…

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