Selbstversorger in Uruguay – Unsere Anfänge

Das eigene Obst und Gemüse anbauen, viele kennen das aus ihren Heimatländern und hatten dort schon ein paar Kräuter und Tomaten auf dem Balkon oder im Garten. Was liegt da näher, als in einem südamerikanischem Land und bei den niedrigen Grundstückspreisen auf dem Land, das Angebot im eigenen Garten zu erweitern. Viele die uns hier anschreiben, träumen auch von Selbstversorgung. Genau dieses Thema wollen wir nach fast 4 Jahren in Uruguay einmal näher durchleuchten.

 

Perita-Tomaten
Perita-Tomaten

Auch wir hatten immer unsere Tomaten, Zucchinis, Gurken und Kräuter im Garten in Deutschland. Daher war es klar, dass Tomatenrankhilfen und ähnliches Zubehör mit auswandern.
Das erste Thema, das uns in diesem Zusammenhang  in Uruguay beschäftigte, war die vorhandene oder in Gärtnereien angebotene Erde: Viel zu fett und lehmartig und die ersten Pflanzen kümmerten vor sich hin, da die Wurzeln sich nicht entwickeln konnten oder verfaulten.

Nach unserem Umzug nach Las Toscas war es selbstverständlich, dass in unserem Garten zum größten Teil Pflanzen wachsen sollen, die irgendetwas Essbares hervorbringen. Also fuhren wir zur Gärtnerei (Pachamama), wo wir uns mit Kumquat, Mandarine, Maracuja, verschiedenen Kräutern und dem hier exotischen Rhabarber eindeckten.

 

Papaya-Maracua-Rhabarber
Papaya-Maracua-Rhabarber

Gleich nach dem ersten großen Regen war der Rhabarber abgesoffen und die restlichen Pflanzen kümmerten auch vor sich hin. Also kamen die Kräuter in ein gemauertes Hochbeet mit eigener Erdmischung und schon im nächsten Jahr waren dort die ersten Erfolge zu sehen.

 

Garten unter Wasser
Garten unter Wasser

Auch der massive Rückschnitt unserer vorhandenen und kränklich aussehenden Zitrone führte bereits im zweiten Jahr zu den ersten Früchten. Mittlerweile ist ein stattlicher Baum daraus geworden und wir können dieses Jahr auch Freunde mit Früchten versorgen und es ist noch genug übrig für Zitronenmarmelade und mehr.

 

Zitrone-voher-nacher-2016
Zitrone-voher-nacher-2016

Auch die Maracuja brauchte gut 2 Jahre, bis sie kräftig genug wurde, um Blüten zu produzieren, Aber die Erträge unserer Bemühungen waren nicht gerade berauschend. Nachbarn die man fragen könnte oder mit denen man Erfahrungen austauschen könnte, sind rar bis nicht vorhanden. In der ganzen Nachbarschaft gibt es höchstens 5% Hausbesitzer mit irgendwelchen Obstbäumen oder sonstigen essbaren Pflanzen im Garten. Glücklicherweise ist unsere uruguayische Nachbarin gegenüber das genaue Gegenteil, sie hat sogar eine Orchideensammlung.

Warum das alles nicht immer so gut funktioniert wie man es sich vorstellt, hat vielfältige Gründe hier in Uruguay.

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