Besuch der Tierpension El Rocio

Mit einer befreundeten US-Amerikanerin besuchten wir gestern El Rocio, eine Tierpension und Tierarztpraxis etwas außerhalb von Atlántida. Unsere Freundin sucht eine Unterbringung für etwa 3 Wochen für ihre tierischen Mitbewohner, eine 15jährige blinde Katze und eine sehr lebhafte Hündin namens Blondie. 

Die kleine Farm „El Rocio“ gehört einer jungen Tierärztin namens Mariana Amoedo. Sie spricht nahezu perfekt Englisch und wurde schon deshalb zu einem Geheimtipp und einer Anlaufstelle für viele Auswanderer. Ihre Liebe zu den Tieren, die sich auf ihrer kleinen Farm frei bewegen können, spürt man, wenn man sie im Umgang vor allem mit den Hunden beobachtet. 

Als wir vorfuhren, rannte eine Horde Hunde auf uns zu, die Tierärztin und ihr Vater gleich hinterher und man versuchte wenigstens die wildesten der bellenden Pelzträger zu bändigen. 


Allerhand frei laufendes Federvieh suchte von alleine das Weite, als Blondie aus dem Auto raus und direkt auf sie zusteuerte.


Wir wurden gleich von einem der eigentlichen Chefs des Hauses, eine von vier Katzen, begrüßt und ausgiebig angeschmust. 

Und auch Blondie fand sofort eine Menge tierische Freunde zum spielen, toben und rennen.


Frauen unter sich: Die Tierärtin Mariana, unsere Freundin und Doris zusammen mit der Hündin Blondie und der kätzischen Haus-Chefin, deren Namen wir leider nicht wissen. 


Wir wurden auf der kleinen Farm herumgeführt und konnten uns alles anschauen, eine Menge Fragen stellen und mit den Tieren spielen. 


Für Hunde ist es ein tolles Urlaubsparadies. Sie können sich auf dem Gelände frei bewegen, treffen auf allerhand schräge Vögel und es gibt einen kleinen Teich am Ende des Grundstücks. Der Teich dient nicht nur den Wasservögeln als Planschbecken, auch die Hunde können ihn zum schwimmen nutzen.



Das Grundstück ist sehr gepflegt, rundum eingezäunt und die Straße vor dem Grundstück kaum befahren. Obwohl so viel Tiere hier überall frei herumlaufen, trifft man sehr wenige ihrer Hinterlassenschaften an. 

Für „schwierige“ Fälle gibt es auch eine Zwingeranlage, damit Hunde bei Bedarf auch mal separiert werden können.  


Etwas schockierend war für uns die Unterbringung für die Katzen. Die Miezen sowie kleinere Hunde (Pinscher & Co.) werden Nachts in diese Käfige gesperrt. Tagsüber kommen die Hunde dann raus auf das Gelände und die Katzen verbleiben in diesem Raum, wo sie sich dann frei bewegen können. 


Eine katzengerechte Ausstattung fehlt aber gänzlich. Es gibt kein Spielzeug oder Beschäftigungsmöglichkeiten, keine Kratz- und Klettermöglichkeiten, keine erhöhten Aussichtsplätze, kein Freigehege. Außerdem war der Raum, trotz der noch sehr sommerlichen Temperaturen draußen, recht kalt. Für Katzen, vor allem für eine behinderte mit besonderen Ansprüchen, fällt diese Option der vorübergehenden Unterbringung aus unserer Sicht völlig flach. 

Wir quatschten und lachten noch lange, unterhielten uns über allerhand tierisches und nicht so tierisches, über Land, Leute und Ausgehmöglichkeiten und wir genossen die Nachmittagssonne und die herrliche Ruhe bei Mariana. 


Es war ein wundervoller Nachmittag und ein interessanter Ausflug. Danke Lynnette! 

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