Lateinamerika und Karibik: Stärkster El Niño seit 15 Jahren

Die Klimaanomalie El Niño ist nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in diesem Jahr so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr und wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich noch weiter verstärken. Extreme Dürren, Stürme und Überschwemmungen in subtropischen und tropischen Regionen des Südpazifik führen zu extremen Wetterlagen mit womöglich schlimmen Folgen für die Anrainerstaaten. Laut WMO-Chef Michel Jarraud liegt der Quartalsdurchschnitt der Temperaturen an der Wasseroberfläche des östlichen Pazifik um mehr als 2 Grad über Normal.

Laut dem WMO-Bericht wird in diesem Jahr eine Erwärmung der Wasseroberfläche von mehr als zwei Grad erwartet (Grafik: NOAA)

Der Wissenschaftler sprach von einer Größenordnung des El Niño „auf gleicher Ebene wie in den Jahren 1972/73, 1982/83 und 1997/98“. Nach seinen Worten ist die Welt für El Niño besser vorbereitet als je zuvor, die am stärksten betroffenen Länder in Lateinamerika (Peru, Bolivien, Equador, Paraguay, Brasilien) haben sich auf die Auswirkungen in den Sektoren Landwirtschaft, Fischerei, Wasserressourcen und Gesundheit mit verschiedenen Katastrophenmanagement-Kampagnen vorbereitet. Dadurch werden Leben gerettet und die wirtschaftlichen Auswirkungen minimiert.

„Allerdings betreten wie in diesem Jahr Neuland. Unser Planet verändert sich drastisch durch den Klimawandel, die allgemeine Tendenz führt zu einer Erwärmung der globalen Ozeane. Wir sprechen von einem Verlust des arktischen Meereises von fast einer Million Quadratkilometer“, so Jarraud.

latina-press.com

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