Diagnostik beim Tierarzt

In Deutschland hat fast jede tierärztliche Praxis allerhand Ausstattung, Diagnostikgeräte und kleine Labore. Hier in Uruguay findet man das eher selten bis gar nicht. Trotzdem gibt es natürlich die Möglichkeit der Diagnostik, sei es über Laboruntersuchungen von Kot, Urin und Blut, als auch bildgebende Diagnostik. Auf Verdacht behandeln muss man also auch in Uruguay nicht.


Beim Hund eines Freundes war letzte Woche eine Röntgenaufnahme des Bauchraumes fällig, um nachzuschauen, ob die Ursache des verhärteten Bauches ein evtl. verschluckter Fremdkörper ist.

Die Tierärzte „Veterinaria SAV“ in Atlántida organisierten einen Tierarzt mit mobilem Röntgengerät, um die Untersuchung vor Ort in der Praxis durchzuführen.

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Zunächst wurde alles aufgebaut, Wuff Cesar schaute interessiert zu.


Dann ging es los… Drei Tierärzte hatten gut zu tun.


Zwei fixierten den Hund, der Dritte positionierte ihn korrekt und bediente das Gerät.


Kosten für die Untersuchung inklusive telefonische Mitteilung des Ergebnisses am nächsten Morgen: 900 UY Pesos. Die Gewissheit, dass eine massive Entzündung des kompletten Verdauungstraktes Ursache für den harten Bauch und die Futterverweigerung ist: unbezahlbar.

Dem Wuff geht es noch immer schlecht, er ist inzwischen sehr geschwächt, da er bereits viele Tage kein Futter oder Wasser bei sich behält. Er wurde inzwischen stationär bei den Tierärzten aufgenommen und wird rund um die Uhr überwacht und betreut. Die Kosten hierfür: 200 UYU (6,30 Euro) pro Tag.

Wir hoffen sehr, dass der „Kleine“ es schafft. Er ist übrigens ein Riesenschnauzer-Welpe und noch im Wachstum… 

Unser Fazit: Es gibt inzwischen hier viele Tierärzte, die nicht nur auf Verdacht behandeln, sondern auch effektiv Ursachenforschung betreiben, um gezielt behandeln zu können. Mit den Tierärzten „Veterinaria SAV“ in Atlántida und „Reino Animal“ in Las Toscas wurden uns in letzter Zeit dafür gute und vorbildliche Beispiele geliefert. 


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