Der Mehrkatzen-Haushalt

Wir hatten nie gedacht oder geplant, unser Leben einmal mit so vielen Katzen zu teilen, wie das nun der Fall ist. Unsere beiden ersten, Puschel & Minnie, waren und sind davon teilweise wenig begeistert.

Puschel & Minnie, noch in Deutschland

Auch für uns ist dieses Zusammenleben manchmal mit Schwierigkeiten verbunden, hin und wieder begleitet uns Ratlosigkeit und ab und zu ist es auch einfach anstrengend. 


Warum wir uns das „antun“ wurden wir schon gefragt. Und ob es nicht einfacher wäre, mit weniger Tieren. Naja…. mit Worten kann man auf solche Fragen schlecht antworten. Denn da sind diese Bilder und Momente, die dieses Leben begleiten und einem unweigerlich in den Kopf kommen, wenn man über das „Warum“ nachdenkt:

Maya beim Sonnenbad
Kalea, Puschel, Anakin und Maya

Es gibt diese Momente, die man genießt, z. B. wenn sie quietschend oder miauend, mit hoch erhobenem Schwanz zu uns laufen, um uns dann um die Beine zu streichen. Oder die, wenn sie sich auf oder zu uns ins Bett oder das Sofa legen, um Krankheit oder Kummer einfach wegzuschnurren. Augenblicke, in denen sie einfach da sind und ihre bedingslose Liebe zeigen.

Die Skywalkers: Darth Vader, Luke, Anakin beim Extrem-Kuscheln

Manchmal fliegen hier aber auch die Fetzen. Dann entladen sich Spannungen bei den Katzen, sie jagen und prügeln sich, es fliegt Fell, sie schreien und fauchen. Das sind unsere ratlosen Momente, denn man will einerseits nicht dazwischen gehen, andererseits sollte möglichst kein Blut fließen… Dann versuchen wir mit Hilfe diverser Ablenkungsmanöver diese Spannungen aufzulösen.

Puschel, Kalea, Minnie – warten auf’s Essen
Kuschelzeit bei Kalea und Kalani

Klar ist, wir lieben unsere Rasselbande und wir sind glücklich darüber, dass sie das Leben mit uns teilen. Aber auch klar ist, dass wir keine weiteren Tiere bei uns zu Hause aufnehmen können, auch wenn unser letzter Beitrag über den Streuner Joker bei einigen einen anderen Eindruck hinterlassen hat. 

Lord Schmuse-Vader mit Elua

Jede unserer Katzen reagiert auf Stress und Spannungen, die im Mehrkatzen-Haushalt unweigerlich irgendwann entstehen, auf andere Art. Puschel wurde krank, Minnie zog sich immer mehr zurück, Kalea wird oft von Luke oder Anakin „verfolgt“ und sucht dann Schutz bei den Menschen, Luke verschwindet oft für Stunden oder halbe Tage, Elua flüchtet sich in den Nachbarsgarten usw. Die meisten der bisher entstandenen Spannungen und Probleme konnten wir, zumindest für den Moment, „beheben“. Puschel und Minnie gehen z. B. ein- bis zweimal täglich auf Freigangstour außerhalb unseres Grundstücks, es gibt besondere Schmusezeiten für jeden einzelnen, extra Spieleinheiten für die Verspielten und vieles mehr.

Anakin

Dennoch haben wir unsere Grenze längst erreicht und werden unserer Rasselbande (und uns), keine weiteren Neuzugänge mehr zumuten. Was aber nicht heißt, dass wir die Augen verschließen, wenn ein Tier Hilfe braucht. Sei es durch Futter, eine (Parasiten-) Behandlung oder nachhaltig durch Kastration. 

Und wer mehr über den Mehrkatzen-Haushalt wissen will oder einen solchen plant, dem empfehlen wir das Buch „Aller guten Katzen sind…?: Der Mehrkatzen-Haushalt“ von Sabine Schroll. Das Buch war ein Tipp unserer Tierärztin Fr. Dr. Weiß in Deutschland, für den wir heute noch sehr dankbar sind 🙂 



„Ich liebe die Katzen, weil ich mein Heim genieße und sie nach einer Weile dessen sichtbare Seele werden.“ – Jean Cocteau


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