Ein Zyklon und seine Folgen

Am Freitag Abend (01.03.13) ging es los. Wind setzte ein und wurde zunehmend stärker. Die darauf folgende Nacht zum Samstag wurde laut und unruhig. Gegen Morgen setzte dann starker Regen ein und wir befürchteten schon, Reinhard muss zum Supermarkt schwimmen, um Brot zu kaufen 😉

 


RAMSDIS Online Archive: 2013-03-01 11:45 – 2013-03-04 17:45

 

Nach dem Regen kam der Wind. Heftiger Wind. Sturmböen, bei denen sich die Bäume bis zur Straße bogen. Den Sonntag verbrachten wir also sicherheitshalber drinnen und schauten Filme. Kurz vor dem spannenden Ende von „Illuminati“, gegen 17 Uhr, fiel dann allerdings der Strom aus. Grundsätzlich nichts Neues für uns, denn das passiert hier häufiger bei Gewitter, Regen und Sturm. Dieses Mal war es jedoch anders…

 

Blick in unseren Garten
Blick in unseren Garten
 
Der Strom blieb weg. Wir kochten und aßen also im halbdunkel bei Kerzenschein. Sehr romantisch 🙂 Zum Glück verfügen wir über einen Gasherd und sind somit wenigstens damit unabhängig von der Stromversorgung. Am späten Abend machten wir uns aber dennoch so langsam Sorgen um unsere Vorräte in Kühlschrank und Gefriertruhe.

 

 

Das abendliche TV-Programm viel also aus, wir unterhielten uns noch lange und gingen früh ins Bett.

Der Strom kam erst am nächsten Morgen, kurz vor 9 Uhr wieder. Die Freude war groß 🙂

Die Supermärkte hatten hier in Solís allerdings geschlossen. Klar, denn auch sie hatten bis 9 Uhr keinen Strom und waren vermutlich nicht mit Brot backen, sondern mit Aufräumen beschäftigt.
 Wir konnten uns dann endlich in den Nachrichten über das Ausmaß des Sturms informieren. Insgesamt waren 27.000 Häuser ohne Strom und 330 Strommasten samt der dazu gehörenden Leitungen waren defekt. Bäume knickten um, Äste wurden herab gerissen. Schon am Samstag Abend, als der Sturm überstanden war, hörte man überall in der Nachbarschaft die Motorsägen, mit denen die Aufräumarbeiten eingeläutet wurden.

 

Bildquelle: El Pais digitale
Bildquelle: El Pais digitale

Bericht dazu in der El Pais

 
Wir vertagten das Aufräumen auf den Sonntag Vormittag. Reinhard räumte im Hof Äste, Blätter und verwirbelten Müll zusammen, Doris nutzte den wieder vorhandenen Strom, um den hereingewehten Blättern, Staub und Dreck den Kampf anzusagen.
 Am heutigen Montag hatten wir noch einmal einen fast vierstündigen Stromausfall. Auch da war er glücklicherweise kurz vor 9 Uhr wieder da, pünktlich zum Kaffee kochen 🙂
Wir hoffen, wir haben damit alle Ausfälle, in Folge des Sturms überstanden. Und auch mit den Stürmen würde es uns reichen, wir hatten bereits einige davon, seit wir hier sind. Und das, obwohl das doch so untypisch hier ist…
Für die Familie und Freunde in Deutschland freuen wir uns, dass der Winter sich nun endlich so langsam verabschiedet und in den lang ersehnten Frühling über geht. Dieser Winter soll ja der dunkelste in Europa gewesen sein. Wir sind gespannt, welcher Winter uns hier bevorsteht.
 
Passt auf Euch auf!
 
Besos de Uruguay,
Doris & Reinhard

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