10.500 Babys sterben in Venezuela

Im südamerikanischen Land Venezuela ist kein Ende der wirtschaftlichen und politischen Krise abzusehen. Ein faktisch handlungsunfähiges Regime kaschiert mit gebetsmühlenartig vorgebrachten Verschwörungstheorien lediglich das Versagen seiner desaströsen Wirtschaftspolitik, kein Land der Welt hat 2016 einen so rasanten Absturz erlebt wie Venezuela. Präsident Maduro hält sich lediglich mit kriminellen Machenschaften an der Macht, gestützt vom korrupten Militärapparat und einer Marionetten-Justiz. Leidtragender der Chaos-Politik ist das Volk, Zehntausende sind bereits in die Nachbarländer Kolumbien und Brasilien geflüchtet. Einen traurigen Nachweis darüber, dass das in der Vergangenheit hochgepriesene venezolanische Gesundheitssystem versagt, liefert Dr. José Felix Oletta, Ex-Minister für Gesundheit.

 

Neugeborene schlafen in Pappschachteln
Neugeborene schlafen in Pappschachteln (Foto: Twitter)

Laut seinem Bericht lag die Müttersterblichkeit im vergangenen Jahr bei 130 pro 100.000 Lebendgeburten. Das entspricht 750 Todesfälle während der Schwangerschaft oder bei der Geburt landesweit. „Diese Zahlen sind fast identisch mit der Mortalität aus dem Jahr 1957 – kurz vor Beginn der Demokratie“, so Oletta. Dramatisch ist die Kindersterblichkeit. Diese stieg von 14,7 pro Tausend Lebendgeburten im Jahr 2013 auf 18,6 im Jahr 2016. Insgesamt starben damit im vergangenen Jahr 10.500 Babys in Venezuela. Laut dem ehemaligen Gesundheitsminister waren 80% dieser Todesfälle vermeidbar. Nach offiziellen Statistiken lag die Säuglingssterblichkeit pro Tausend Lebendgeburten im Jahr 1999 bei 18,9.

latina-press

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