Übergriffe von Neonazis in Argentinien nehmen zu

Buenos Aires. In den letzten Monaten sind nach Angaben örtlicher Medien in der Provinz Buenos Aires in Argentinien vermehrt neonazistische Übergriffe verzeichnet worden. Nach Berichten lokaler Medien  verabreden sich faschistische Gruppierungen wie „Bandera Negra“ (Schwarze Fahne) über soziale Netzwerke und organisierten sich in autonomen Kleingruppen. Ziel sei unter anderem, Homosexuelle, Immigranten und Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen, zu verfolgen. In nächtlichen „Jagdtouren“ verfolgten sie Andersdenkende.

Eines der Opfer ist der Friedensnobelpreisträger Esquivel
QUELLE: MARCELLO CASAL JR. / AGÊNCIA BRASIL LIZENZ: CC BY 3.0


Seit Anfang des Jahres sind bereits über 80 solcher politisch motivierter Übergriffe verzeichnet worden. Aufgrund der dramatischen Situation hat sich inzwischen auch Andrés De Leo von der Partei Cambiemos, Senator der Provinz Buenos Aires, eingeschaltet. Er schlägt vor, eine Kommission zu bilden, die rassistische und neonazistische Aktivitäten verfolgt. Die Kommission solle zum Ziel haben, die Aktivitäten detailliert zu verfolgen und auszuwerten, um Verbindungen zu faschistischen und neonazistischen Organisationen aufzudecken. Auch Ursache und Herkunft dieser Gruppierungen solle Untersuchungsgegenstand sein.

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