Brasilien: Blitzeinschlag am Strand, ein Toter und sechs Verletzte

Sechs Menschen sind am Neujahrstag am Strand von Angra dos Reis im Bundesstaat Rio de Janeiro durch einen einschlagenden Blitz verletzt worden, darunter auch ein Kind. Ein Mann ist gestorben. Der Vorfall hat sich gegen 17 Uhr am Strand von „Vila Histórica de Mambucaba“ an der „Costa Verde“ Brasiliens nach einem abrupten Wetterwechsel ereignet.

Gewitter in Brasilien (Foto: Marcos Ozanan/Jornal A Plateia)

Sechs Menschen sollen mit Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert worden sein. Mindestens ein Mann soll schwerste Verletzungen erlitten haben. Augenzeugen berichten, dass der Wetterumschwung die Badegäste überrascht hat und die Gruppe bereits vom ersten Blitz getroffen worden sei. Erste Hilfe wurde sofort, noch vor Eintreffen der Rettungskräfte, von anderen Strandbesuchern geleistet. Für einen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Erst im Dezember 2014 ist ebenso im Südosten Brasiliens, am Strand von Praia Grande, eine Gruppe von einem Blitz getroffen worden, die unter einem Sonnenschirm vor dem aufziehenden Unwetter Schutz gesucht hatte. Vier Menschen sind ums Leben gekommen, vier verletzt worden.

In keinem Land der Welt fallen so viele Blitze wie in Brasilien. Laut dem Raumforschungsinstitut Inpe sind es etwa 50.000 pro Jahr. Allein im Bundesstaat Rio de Janeiro sind in den ersten sechst Tagen des vergangenen Monats 3.939 Blitze registriert worden. Insgesamt sind dort im vergangenen Jahr 28.516 Entladungen verzeichnet worden. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Blitzvorwarnsystem eingeführt, um die hohe Zahl von Toten und Verletzten zu verringern. Jährlich sterben in Brasilien etwa 128 Menschen durch die elektrischen Entladungen der Blitze.

latina-press.com

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