Kleinflugzeug bei Gedenkfeier für „Wunder der Anden“ in Uruguay abgestürzt

Ein Kleinflugzeug ist vor der Küste von Uruguay in den La-Plata-Fluss abgestürzt. Der Pilot konnte sich nach dem Absturz ans Ufer retten und überlebte. Der Flug gehörte zu einer Gedenkfeier des 45. Jahrestages der Absturztragödie in den Anden.

Montevideo – Bei dem Unglück kam ein chilenischer Sportarzt um, seine Leiche wurde am Montag geborgen. Der Pilot überlebte. Ihm gelang es, nach dem Absturz am Sonntag bis zur 200 Meter entfernten Küste zu schwimmen. Der spätere Unglücksflug gehörte zu einer Gedenkfeier des 45. Jahrestages der Absturztragödie in den Anden. Im Jahr 1972 hatten Mitglieder eines uruguayischen Rugby-Teams überlebt, indem sie Fleisch von toten Insassen ihrer Maschine aßen.

 

Die einmotorige Piper J-3 "Cub" stürzte mit zwei Personen an Bord über dem Fluss La Plata ab.
Die einmotorige Piper J-3 „Cub“ stürzte mit zwei Personen an Bord über dem Fluss La Plata ab.© AFP


Vor 40 Jahrenstürzte ein Rugby-Team in den Anden ab. Um am Leben zu bleiben, aßen die Überlebenden Menschenfleisch.© dpa
Das Militärflugzeug, das am 12. Oktober 1972 auf 4000 Meter Höhe auf einer Schneebank in den Anden aufgeschlagen war, hatte sich auf dem Flug von Montevideo nach Santiago de Chile befunden. Es beförderte das Team des „Old Christian’s“, das in der chilenischen Hauptstadt gegen „Old Grangonian“ zu einem Freundschaftsspiel antreten sollte. Nur 16 der 45 Insassen konnten nach 70 Tagen lebend geborgen werden.
Jedes Jahr treffen sich beide Teams und Sportfreunde in Chile oder Uruguay zum Jahrestag des sogenannten „Wunders der Anden“. Die am Sonntag 40 Kilometer westlich von Montevideo verunglückte Piper J-3 befand sich auf einem Rundflug über dem Landgut, auf dem über hundert Menschen an der diesjährigen Gedenkfeier teilnahmen, wie die Zeitung „El Observador“ berichtete.

hna.de

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