Cepal: Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik müssen in Lateinamerika verbunden werden

Montevideo. Die Überwindung der Ungleichheit und die inklusive Entwicklung bleiben in Lateinamerika weiterhin die zentralen Herausforderungen. Dies wurde bei der 2. Regionalkonferenz der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen (Cepal) erneut deutlich. Beide Aspekte stellten zwei grundlegende, im Zusammenhang stehende Pfeiler für die Erfüllung der Zielvorgaben der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung dar, wie auf dem Treffen erklärt wurde.

 

Die 2. Regionalkonferenz der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen (Cepal) fand in Uruguay statt
Die 2. Regionalkonferenz der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen (Cepal) fand in Uruguay statt QUELLE: PRENSA-LATINA.CU

Die Konferenz in Uruguays Hauptstadt Montevideo brachte drei Tage lang Minister, hohe Regierungsmitglieder, Akademiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus der Region zusammen.

Ein zentalesThema des Treffens war die doppelte Herausforderung einer sozialen und wirtschaftlichen Inklusion, das von der Cepal-Exekutivsekretärin Alicia Bárcena in dem für dieses Treffen erarbeitete Dokument „Kluft, Achsen und Herausforderungen in Verbindung des Sozialen mit der Wirtschaft“ auf die Tagesordnung gebracht wurde. Das Dokument stellt fest, dass die Region sich in Richtung auf „einen Tugendkreis“ vorwärts bewegen muss, bei dem die Diversifizierung der Wirtschaft, der fortschreitende Strukturwandel und der Umweltimpuls von einer inklusiven sozialen Entwicklung begleitet wird.

In diesem Zusammenhang rief Bárcena bei der Eröffnungssitzung dazu auf, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik miteinander zu verbinden, um diese doppelte Inklusion im sozialen und im Arbeitsbereich in der Region zu verwirklichen. In diesem Sinne regte sie an, Überlegungen anzustellen, weil „wir nicht um jeden Preis wachsen können“. Sie äußerte die Besorgnis, dass die lateinamerikanischen Regierungen sich vor allem um das Wachstum kümmern und darum, Investitionen anzulocken. Aber man könne kein Wachstum auf der Grundlage von niedrigen Löhnen und dem Abbau der Naturreichtümer ohne Nachhaltigkeitspolitik erzielen.

Von Gerhard Mertschenk
weiterlesen bei amerika21

Kommentar verfassen