Bestechungsskandal Venezuela: Geheimdienst verhaftet ausländische Journalisten

Zwei brasilianische Journalisten sind am Samstag (11.) in Venezuela verhaftet und in ihr Heimatland abgeschoben worden. Leandro Stoliar und Gilzon Souza wollten über den Bestechungsskandal des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht recherchieren, der in Venezuela zahlreiche Regierungsbeamte bestochen und die letzte Präsidentschafts-Kampagne von Hugo Chávez im Jahr 2012 mit 35 Millionen US-Dollar „gesponsert“ haben soll. Odebrecht hat unter den Chavistas Aufträge in Höhe von rund sechzehn Milliarden US-Dollar erhalten, zahlreiche Projekte wurden allerdings nicht verwirklicht.

 

Leandro Stoliar wurde vom Geheimdienst festgenommen
Leandro Stoliar wurde vom Geheimdienst festgenommen (Fotos: Leandro/Odebrecht)

Laut der Nichtregierungsorganisation „Transparencia Venezuela“ wurden die beiden Medienschaffenden vom venezolanischen Geheimdienst verhaftet und etwa zehn Stunden verhört. Zwei lokale Aktivisten (José Urbina und María Jose Túa), die die beiden Männer begleiteten, wurden ebenfalls verhaftet und abgeführt. Nach Angaben von Stoliar hatten die Journalisten Fotos von der Brücke „Puente Cacique Nigale“ in Maracaibo geschossen, eines der vielen unvollendeten Bauwerke von Odebrecht.

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