Lateinamerika: Der Bruch der Bolivarischen Achse

Die Niederlage von Evo Morales bei der Volksabstimmung vom vergangenen Sonntag (21.) ist der neueste Schlag für die „Bolivarische Achse“ (eje bolivariano), deren Bruch bereits im Juli 2013 mit dem Tod des charismatischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez begann. Im Gegensatz zu Venezuela, Argentinien und Brasilien genießen die Präsidenten von Bolivien und Ecuador allerdings den Rückhalt bei der Bevölkerung, uneingeschränkte

Die Gründer der „Bolivarischen Achse“: Hugo Chávez, Rafael Correa und Evo Morales
(Fotot: Reproducao)


Wiederwahl ist allerdings nicht erwünscht. Formell haben Brasilien und Argentinien nie der Bolivarischen Achse angehört, Ex-Präsident Lula war ein enger Freund und Verbündeter von Chávez. „Strategische Geschäftspartnerschaften“ sind aktuell Gegenstand von Ermittlungen durch die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft.

Für die neue Realität der radikalen Linke gibt es zwei generelle Gründe. In Venezuela und Argentinien wurde die Wirtschaft regelrecht an die Wand gefahren, Brasiliens Präsidentin ist in einen gewaltigen Korruptionsskandal verwickelt. Rousseff droht ein Amtsenthebungsverfahren, wenn heute Wahlen währen würde die Rechte die Macht übernehmen. Zwischen 1999 und 2014 hat Chávez rund 718 Milliarden US-Dollar für soziale Investitionen aufgebracht, fast neun mal mehr als in der Periode von 1983 bis 1996 (nach Angaben der Regierung).

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