Mercosur-EU-Verhandlungen über Freihandel ohne Venezuela

São Paulo. Die Suspendierung der Stimmrechte Venezuelas in dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Gemeinsamer Markt des Südens (Mercosur) hat den übrigen Mitgliedsstaaten größeren Spielraum bei den Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) verschafft. Dies räumte der Außenminister Brasiliens, Aloysio Nunes, jetzt freimütig ein. Noch im August, auf dem Höhepunkt der Spannungen innerhalb des Mercosur, argumentierten die Betreiber einer Suspendierung mit einem von ihnen festgestellten „Bruch der demokratischen Ordnung“ in Venezuela.

 

Ende dieses Jahres soll das Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union unterzeichnet werden
Ende dieses Jahres soll das Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union unterzeichnet werden QUELLE: CELAG.ORG

Die ersten Verhandlungen zwischen dem Mercosur und der EU über ein Freihandelsabkommen begannen bereits im Jahr 2000. Nach einer langen Pause und Stagnation wurden sie 2010 erneut aufgenommen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte im Juni dieses Jahres bei ihrem Besuch in Argentinien aus, dass ein Abkommen nun intensiv vorangetrieben werde. Die aktuellen Regierungen der Gründungsmitglieder des Mercosur, Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay sind Befürworter des Freihandels.

Von Marta Andujo
weiterlesen bei amerika21

Kommentar verfassen