Puschel nach dem Hunde-Unfall

Zunächst sah alles so aus, als wäre Puschel noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die ersten Tage entwickelte sich alles weitgehend normal. Er hatte Schmerzen und bekam dagegen Schmerzmittel. Er hat gefressen und war einigermaßen mobil. 

Inzwischen war auch ein Röntgenbild seines rechten Hinterbeins gemacht worden, um eine Fraktur oder einen Haarriss auszuschließen (1000 UYU – 27 Euro, inkl. Anfahrt des TA mit mobiler Ausrüstung aus Montevideo). Auf den Bildern war keine Besonderheit zu erkennen. Die Vermutung ist also auch weiterhin, dass es Muskeln, Sehnen und Bänder sind, die ihm Schmerzen bereiten. 

Die Schmerzmittel mussten wir allerdings am Freitag absetzen, denn er zeigte Zeichen von Übelkeit, hat das Fressen eingestellt, wollte nicht mehr laufen und verkroch sich vorwiegend unter dem Schreibtisch. 

Am Samstag wurde es dann echt dramatisch. Er hockte nur noch irgendwo in Kauerstellung und starrte den Boden an. Er wehrte sich weder gegen die Eingabe von Tabletten, Wasser oder Futter. Also fuhren wir wieder zum Tierarzt, der ebenfalls völlig baff war, weil sich Puschel so gar nicht mehr wehrte. Schnell war klar, warum. Er hatte Fieber. 


Es gab daraufhin einen Cocktail von Fiebersenkenden Mitteln und eine kleine Menge Antibiotika. Etwa 1 Stunde später, wieder zu Hause, futterte er und eine weitere Stunde später war auch das Fieber bereits gesunken. 
Am Sonntag kam Sebastián, der Tierarzt, zu uns nach Hause, untersuchte Puschel wieder eingehend und wiederholte die Medikation. 

Puschel ist zwar jetzt seit 2 Tagen frei von Fieber, hat aber wieder mehr Schmerzen. Er bekommt weiterhin das Antibiotika, denn das müssen wir jetzt zu Ende führen. Außerdem bekommt er wieder Schmerzmittel, dieses Mal als Injektion, was er hoffentlich besser verträgt. 

Laufen oder viel bewegen ist nicht drin. Er liegt nur herum. Glücklicherweise tut er das seit einigen Stunden aber wenigstens nicht mehr auf dem kalten Boden (er hatte natürlich reichlich Alternativen), sondern bleibt auf dem Gästebett liegen. Dort liegt er wenigstens warm, weich und er hat alles in Reichweite. Wasser hat er heute in großen Mengen getrunken, gefuttert hat er Päppelnahrung eines namhaften amerikanischen Futtermittelherstellers. Er hat jetzt erstmal die Kurve bekommen, aber durch ist das Thema wohl noch länger nicht 🙁  


Geplant sind jetzt noch: Ultraschall, was ohnehin zur Kontrolle nach seiner Niereninfektion jetzt anstand und ein großes Blutbild. 

Da Puschel sehr stressanfällig und extrem sensibel ist, haben wir außerdem entschieden, seiner Psyche etwas zu helfen, denn er scheint nach dem Unfall noch immer traumatisiert. Er bekommt seit dem Wochenende ein Mittel namens Zylkene. Wir hoffen, das und alles andere helfen ihm, schnell wieder auf die Pfoten zu kommen. 

Ach ja… und an seinem Gewicht müssen wir natürlich arbeiten. In einer Woche hat Puschel weitere 300 g abgenommen und ist jetzt bei nur 4,5 kg angelangt. Viel zu wenig für seine Größe, was man leider sehr gut an seinen eingefallenen Hüften sehen kann 🙁 

Wer kann, möge Puschel bitte Daumen und Pfoten drücken! Er kann ein paar „good vibrations“ gerade sehr gut brauchen! 


0 thoughts on “Puschel nach dem Hunde-Unfall

  1. Hallo Puschelchen,

    in der Sierra druecke Dir sieben Fellnasen samt Frauchen die Pfoten/Daumen, dass es Dir bald wieder besser geht.

    Hier etwas fuer Dich, ausgesucht mit Liebe

    Besos
    Rita, Kitty, Sissi, Dicki, Micki, Fipsi, Susi und Mimi

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