Turbulenter Tierarztbesuch

Man könnte denken, Uruguay hat keine Kosten und Mühen gescheut, um Claudia zu zeigen, was es kann und was es ausmacht 🙂 

Ein Beispiel: Am Samstag Nachmittag waren Doris und Claudia zusammen mit Minnie bei der Tierärztin, um die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. 


Wie so oft, lag auch an diesem Nachmittag wieder die Haus-Mieze im Schaufenster, um ein ausgiebiges Sonnenbad zu genießen.

Aber direkt hinter der Tür herrschte typisch uruguayisches Chaos 🙂 

Ein Napf mit Trockenfutter verteilte sich über dem Fußboden, ein kleines Mädchen von etwa 2 Jahren, das sich selbst gerade so auf den Füßen halten kann, versuchte mit einem für sie viel zu großen Besen die Bröckchen zusammen zu kehren. Stühle standen kreuz und quer, dazwischen lagen Kuscheltiere, Autos und Legosteine.


Vor der Theke, die sonst recht übersichtlich ist, stand Futter, Zubehör und Menschen, die selbiges vermutlich kaufen wollten. 

Inzwischen schrie das Mädchen lauthals den Laden zusammen, die Tierärztin entschied, dass wir nun an der Reihe seien und prompt fanden wir uns zu viert, also Claudia, Doris, die Tierärztin und ihre Tochter in einem kleinen Untersuchungsraum wieder. 

Mit der Tochter auf dem Arm studierte die Tierärztin den Befund des Arztkollegen und die Ultraschallbilder. Zur Gabe der Spritze wurde die Tochter mal kurz abgesetzt und schwupps fanden wir uns vor der Theke inmitten von noch mehr Kunden, Futter und Chaos wieder. 


Wie üblich, nimmt man das hier mit stoischer Gelassenheit, bleibt cool und entspannt, plaudert und lacht miteinander. Ein Glück, dass auch Claudia so schnell nichts aus den Schuhen wirft. So hatte sie trotz ihres nur sehr kurzen Aufenthaltes in Uruguay die Möglichkeit, einen guten Einblick in Uruguays Alltag zu werfen 🙂 


Anmerkung: die Bilder sind in der vorigen Woche entstanden, als kaum Kunden und Patienten im Laden waren und dieser nicht im Chaos versank 🙂 

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