Ecuador: Mindestens 142 Tote nach gewaltigem Erdbeben – Flughafen geschlossen

In der Küstenregion des südamerikanischen Landes Ecuador hat sich um 23.58.37 (UTC) ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala ereignet. Die Erschütterung trat in einer Tiefe von nur 19,2 Kilometer (11,9 Meilen) auf, im Moment liegen keine Meldungen über Verletzte vor. Nach Berichten von Augenzeugen schwankten die Gebäude in Quito etwa 50 Sekunden lang, Menschen flüchteten in panischer Angst aus ihren Behausungen.


 Innerhalb weniger Minuten ereigneten sich weitere Nachbeben, in mehreren Städtern traten Schäden an Gebäuden und Brücken auf. Am Flughafen in der Stadt Guayaquil rannten Passagiere in Panik aus dem Terminal, Deckenleuchten und Anzeigetafeln stürzten zu Boden. Das Beben war so heftig, dass es selbst in Peru und Kolumbien zu spüren war. Inzwischen haben die Behörden Tsunami-Alarm für die Küstenregion in Kolumbien, Costa Rica, Panama und Peru gegeben.

Das Epizentrum des Bebens lag 27 Kilometer (16.8 Meilen) süd-südöstlich von Muisne, 52 Kilometer (32.3 Meilen) westlich von Rosa Zarate, 68 Kilometer(42.3 Meilen) süd-südwestlich von Propicia, 111 Kilometer(69 Meilen) nordwestlich von Santo Domingo de los Colorados und 170 Kilometer (105,6 Meilen) west-nordwestlich der Hauptstadt Quito. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt kündigte die Schließung des Flughafens in Manta (Manabi) wegen „schweren Schäden am Kontrollturm“ an. Lokale Medien berichten von „mindestens achtundzwanzig Todesopfern“, Vize-Präsident Jorge Glas bestätigte „mindestens 16 Todesopfer“. Präsident Rafael Correa, der sich zu Besuch im Vatikan befindet, schickte seinem Land eine „Botschaft der Ermutigung“.

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