Nur ein Hund…

Spider*, der 9jährige „Notfall-Hund“, ist inzwischen in seinem neuen Zuhause angekommen. Er hat eine neue Familie und eine neue Hunde-Freundin gewonnen. Aber nicht nur das. Er hat ein neues Leben gewonnen! 

! Die Bilder mussten wir nach Aufforderung der ehemaligen Besitzer und Androhung rechtlicher Schritte entfernen !


Zeit also, seine Geschichte zu erzählen…


Spider wurde als Welpe „angeschafft“. Er sollte die Familie, Haus und Hof schützen und seinen Dienst als Alarmanlage verrichten. Treu verrichtete er diesen Dienst 9 Jahre lang.
Er verbrachte sein Leben vor dem Haus und fand in der Garage Unterschlupf bei schlechtem Wetter. Dass Spider z. B. Angst vor Gewitter hatte, wusste seine Pflegefamilie gleich beim ersten Donnerschlag. Ob seine ehemalige Familie davon auch wusste?  


Gelegenheit zum Spielen und Toben mit Artgenossen hatte Spider nicht. Vermutlich verstand er sich deshalb nicht mit den Hunden in seiner Pflegefamilie. Die Rudelführerin wurde nicht toleriert, trotz Kastra die Mädels bestiegen und auf Spieleaufforderung reagierte er mit Unverständnis. Klar, woher sollte er auch all das kennen? Er hat nie in einem Rudel gelebt… 

! Die Bilder mussten wir nach Aufforderung der ehemaligen Besitzer und Androhung rechtlicher Schritte entfernen !


Die Familie, die Spider als Welpe adoptierte, ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Kastriert und geimpft wurde er auf Drängen der Familie, die ihn übergangsweise in Pflege nahm. Hätte diese Familie ihn nicht aufgenommen, wäre er auf der Straße gelandet oder euthanasiert worden. Interesse an Spiders Zukunft? Vermittlungsversuche vor der Reise nach Deutschland? Leider Fehlanzeige auf Seiten der ehemaligen Besitzer! 

Weder wurden im Vorfeld Versuche unternommen, ihn zu vermitteln, noch dachte man offenbar jemals daran, ihn mitzunehmen. Spider war für diese Leute „nur ein Hund“, niemals ein Familienmitglied. Denn, wenn sich Spider nicht mit den bereits vorhandenen Wuffs versteht, könne man ihn ja auf die Straße setzen… 

Die Vermittlungsversuche, die (nicht nur von uns) auf verschiedenen Plattformen, Foren, Gruppen und persönlichen Gesprächen unternommen wurden, hatten laut Meinung von Spiders ehemaligen Besitzern „nichts gebracht, außer dummes Gequatsche“. Nun, dieser Meinung sind wir nicht… 

Willkommen in deinem neuen Leben Spider! Wir wünschen dir einen schönen Lebensabend! 

Im Namen von Spider sagen wir vielen Dank an seine wundervolle Pflegefamilie, die sich so engagiert hat und auch vielen Dank an alle, die geholfen haben, ihm ein neues Leben in einer neuen Familie zu schenken! 



*Anmerkung: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und/oder Tieren sind rein zufällig.
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Nur ein Hund?
Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir „wach auf, es ist nur ein Hund!“ – sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurücklegt, so viel Zeit und Gefühle investiert, oder die Kosten auf sich nimmt, die „nur ein Hund“ mit sich bringt. Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich „nur einem Hund.“
Viele Stunden sind vergangen in denen meine einzige Gesellschaft „nur ein Hund“ war, aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet oder allein. Einer meiner traurigsten Momente wurden durch „nur einen Hund“ hervorgerufen und an dunklen Tagen war es „nur ein Hund“, dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke, um den Tag zu überstehen, brachte.
Falls du auch denkst, es ist „nur ein Hund“, dann wirst du vermutlich auch Sätze kennen, wie „nur ein Freund“, „nur ein Sonnenaufgang“ oder „nur ein Versprechen“.
Es ist „nur ein Hund“, welcher das Wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Leben bringt.
„Nur ein Hund“ ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen macht.
„Nur ein Hund“ bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Spaziergänge zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zu blicken.
Deswegen ist es für mich und den Menschen wie ich es bin, eben nicht „nur ein Hund“, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebte Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart.
„Nur ein Hund“ zeigt, was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab. Ich hoffe die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht „nur ein Hund“ ist, sondern etwas, dass mir Menschlichkeit verleiht und mich zu mehr macht als nur „ein Mensch“.
Also wenn du das nächste Mal den Satz „nur ein Hund“ hörst, dann lächle, weil sie es „nur“ nicht verstehen. Wenn du in seine Augen blickst, lässt du all deine Ängste, Sorgen, Traurigkeit und Probleme zurück, denn Hunde geben uns die Flügel, die wir nicht haben und niemals haben werden.
Richard Dehmel (1863-1920)


0 thoughts on “Nur ein Hund…

  1. Nur ein Hund?
    Der Hund ist dir im Sturme treu,
    der Mensch nicht mal im Winde!

    Mir traten Traenen in die Augen beim Lesen von Spider's Geschichte.
    Und ehrlich gesagt: Ich verachte Menschen, die sich ein Tier "anschaffen" und nicht vorher darueber nachdenken……….was waere wenn……..

    Auch ich haette gerne wieder einen Hund gehabt, habe keinen mehr aus Vernunftgruenden.
    Fuer meine sieben Katzen bin ich an sich eine "Sklavin", aber sie machen mir so viel Freude und so bin ich gerne ihr Dosenoeffner. Es ist ein Geben und ein Nehmen.
    Ihr beiden seid ja praktisch genauso dran………..grins.

    Moege Spider den Rest seines verbleibenden Lebens ein warmherziges Zuhause haben, seine Menschen kriegen es tausendfach zurueck.

    Liebe Gruesse an die Katzenfamilie an der Kueste
    von
    der Katzenfamilie aus der Sierra:-))

  2. Spiders Geschichte ist wirklich traurig. Aber sie fand eine glückliche Wendung! Das freut uns sehr für Spider und seine neue Familie 🙂

    Auch wir haben keinen Hund aus Gründen der Vernunft. Wir haben zu wenig Zeit, um einem Hund wirklich gerecht zu werden. Naja… und auch, weil unsere Katzen keine Hunde mögen 😉

    Ganz liebe Grüße an die Katzenfamilie in der Sierra! :-)) Knuddel deine Süßen von uns!

    Besos, Doris

  3. Wir vom hoeheren Bergland wuenschen Euch ein wunderschoenes, frohes Weihnachtsfest

    Besos
    Rita, Dicki, Micki, Fipsi, Kitty, Susi, Sissi und Mimi

  4. Gibt es denn Bilder von Spider im neuen Zuhause? Gegen neue Bilder hat der alte Besitzer keine rechtliche Handhabe.

  5. Dafür bin ich auch. Denn da stimmt was nicht. Habe bis jetzt keine Antwort von der wundervollen Pflegefamilie bekommen, was mit Spider geschehen ist. Auch habe ich keine Aufforderung bekommen die Bilder zu löschen. Wenn Spider ein Heim gefunden hat, dann kann man ja neue Fotos machen und wir sind alle glücklich. Kann in meinem Blog gerne die Mails rein stellen mit der Bitte die Fotos zu benutzen um Spider zu vermitteln. Hatte 2 Situationen die ernsthaft am überlegen waren. Auch Rita passte in das Konzept, da sie auch gerne …wenn überhaupt…einen älteren Hund aufnehmen würde. Meine Anfragen bei der netten Pflegefamilie, was mit Spider wäre kam keine Antwort. Weiß jemand wirklich wo Spider hin gekommen Ist? Ein anonymes Foto würde reichen. Bin echt sauer, dass man sich die Mühe macht und man bekommt keine Information oder Rückmeldung. Das es Menschen gibt die Tiere nur benutzen, wissen wir. Auch das Menschen versuchen zu helfen. Aber diese Nummer hat es in sich. Statt DANKE für eure Bemühungen, droht man mit rechtlichen Schritten und die nette Pflegefamilie hüllt sich in Schweigen.

  6. Wir haben die Info bekommen, dass der Wuff vermittelt wurde. Vielleicht lag/liegt das auch daran, dass wir zur Pflegefamilie persönlichen Kontakt haben und die Familie auch öfter mal zufällig treffen.

    Wir kennen auch die Person, die für den Hund ein neues Zuhause gefunden hat. Wir zweifeln das nicht an (warum auch?), werden aber gerne Kontakt dahin aufnehmen, um evtl. Bilder mit Genehmigung zur Veröffentlichung in dieses Blog zu bekommen.

    Und eben diese (schriftliche) Genehmigung zur Verwendung von Bildern muss vorliegen. Das war in diesem Fall für die Vermittlung zwar zunächst der Fall, aber eben offenbar nicht von den Urhebern der Bilder. Urheberschutz ist in Deutschland UND Uruguay ein Thema und daher haben wir die Bilder auch wieder aus unseren Beiträgen entfernt. Für den Inhalt der Beiträge sind die Bilder auch nicht (mehr) wirklich wichtig.

    Den Inhalt betrifft dies nicht, denn der entstammt unserer Feder und kann damit wohl unter dem Titel "Pressefreiheit" verbucht werden…

  7. Werde es bei mir rein stellen. Frage bleibt warum ich weder darüber informiert wurde, das die Fotos wohl als Beipackzettel zum Hund gegeben wurden und dieser es wohl nun anders sieht. Habe mehrfach angefragt was mit dem Hund ist. Ich habe die schriftliche Genehmigung und Bitte von den Pflegeeltern die Fotos zwecks Vermittlung von Spider. Begründung da die temperamentvollen drei Landseer Hundedamen dem Spider auf den Keks gehen würden. Wichtig ist das es dem Hund gut geht. Alles andere ist natürlich wurscht. Ärgere mich nur, das ich durch Zufall es erfahren habe. Sollte ich eine Post von einem Anwalt bekommen? Habe eh einen dicken Hals wie man mit Lebewesen umgeht. Nur ein Hund!

  8. Die Pflegeeltern haben sich bei mir entschuldigt. Da ist einiges schief gelaufen. Hatten echte Probleme. Nehme es an und würde mich wirklichen freuen wenn es Spider gut geht. Nur das zählt. Das aus dem "nur ein Hund" ein Lebensgefährte wird.

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