„Schwarze Magie“ in Brasilien: Zehnjährige stirbt im Krankenhaus

Um Macumba und andere Scharlatanereien ranken sich ähnlich mysteriöse Vorstellungen wie beim Voodoo. Sie entstammen den afrikanischen Religionen und werden in Brasilien in fast jedem Dorf praktiziert. Hexenglauben und Fetische spielen eine große Rolle, der afrobrasilianische Aberglaube kostete bereits zahlreichen Menschen das Leben. Am Freitag (29.) starb ein zehnjähriges Mädchen in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Teresina, Hauptstadt des Bundesstaates Piauí (Nordosten).


Nach Berichten lokaler Medien wurde das Kind Opfer eines Rituals der „Schwarzen Magie“. Laut Justiz lag das Mädchen bereits seit zwei Wochen im Koma und erlag nun einem multiplen Organversagen. Der Körper und die Organe des Opfers wiesen Spuren von Folter und Vergiftungen auf. Die Mutter des Kindes gab während einer Vernehmung zu, dass ihre Tochter an einem „Reinigungsritual“ während einer Umbada-Feier in Timon (Bundesstaat Maranhão) teilnahm. Dafür hatte die Familie 500 Reais (125 US-Dollar) gezahlt und erhoffte sich unter anderem eine Linderung der Asthmaanfälle des Mädchens.

Umbanda ist eine synkretistische oder mystisch-spirituelle Religion aus Brasilien, Argentinien und Uruguay, in deren Zentrum das Verkörperungsgeschehen von Geistwesen sozialer Randgruppen sowie das Gespräch mit ihnen stehen. Bereits bei Einlieferung des Kindes in das Krankenhaus hatte die Klinik-Leitung (Hospital de Urgência de Teresina) die Behörden informiert. Aus dem medizinischen Bulletin geht hervor, dass das Kind mit rasiertem Kopf und mehreren mit Rasierklingen im Kreuzschnitt eingeschnittenen und teils vernarbten tiefen Verletzungen an Kopf, Armen, Brust und Beinen eingeliefert wurde. Ebenfalls war das Mädchen stark unterernährt.

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