Jubiläum in Uruguay: 47 Jahre Frente Amplio

Piriapolis, Uruguay. Rund 15.000 Anhänger des Mitte-links-Parteienbündnisses Frente Amplio (Breite Front, FA) haben am 5. Februar in der Küstenstadt Piriapolis an einem Jubiläumsfestakt anlässlich des 47-jährigen Bestehens der Allianz teilgenommen. Sie waren aus allen Teilen des Landes gekommen, um ihre Unterstützung für die Koalition zu demonstrieren, die seit 2005 an der Regierung ist.

 

Feiern zum Jubiläum der Frente Amplio in Uruguay
Feiern zum Jubiläum der Frente Amplio in Uruguay QUELLE: PCU.ORG.UY

Die gegenwärtige Vize-Präsidentin Uruguays und Ehefrau des Ex-Präsidenten José Pepe Mujica, Lucía Topolanski, hielt als erste ihre Rede. Gefolgt vom Präsidenten der Frente Amplio, Javier Miranda, und der Vorsitzenden der Koalition im Department Maldonado, Susana Hernández.

Topolanski erinnerte an die zahlreichen Verbesserungen, die von den bisherigen progressiven Regierungen unter Tabaré Vázquez und José Mujica erreicht wurden. „Uruguay ist kein Paradies, doch es hat sich entscheidend verändert“, so Topolanski

Tatsächlich haben zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen besonders im sozialen Bereich, in der Erziehung, bei den Rechten der Arbeitnehmer und in den staatlichen Institutionen mehr sozialen Ausgleich und Integration geschaffen. Andererseits stiegen die Lebenshaltungskosten in den vergangenen zwei Jahren, vor allem im Bereich Nahrungsmittel und beim Wohnraum, was den Sozialmaßnahmen entgegenwirkt.

Dennoch ist man in weiten Kreisen der Bevölkerung offenbar davon überzeugt, dass es keine Alternative zur Frente Amplio gibt. Außerdem haben Regierungsgegner in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass sie sich der reichen Oberschicht verpflichtet fühlen. Eine Art Aufstand der Großgrundbesitzer dominierte die innenpolitische Berichterstattung in Uruguay im Dezember und Januar. Doch die Regierung Vázquez erreichte mit Verhandlungen ein rationales Klima und die Versachlichung der Debatte.

Die letzten Umfragen zeigen einen Vorsprung der FA in der Wählergunst von immerhin fünf Prozent.

Von Georg Stein, Buenos Aires
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