Krise in Venezuela: Lateinamerika in Sorge – Holland warnt vor Reise

Das südamerikanische Land Venezuela befindet sich im Notstand. Die Menschen stehen täglich Schlange vor den Läden, Staatsoberhaupt Nicolás Maduro blockiert die Nationalversammlung und inszeniert einen dreisten Verfassungsputsch. Angesichts der chaotischen Verhältnisse sind die demokratischen Regierungen Lateinamerikas in großer Sorge, die Verschlechterung der Lage in Venezuela sorgt für ein wachsendes Flüchtlingsproblem. Guyanas Präsident David Granger gab bekannt, keine Flüchtlinge aus Venezuela aufzunehmen und betonte die Verpflichtung des Staates an der Atlantikküste Südamerikas, aus dem Nachbarland flüchtende Staatsbürger Guyanas Schutz und Aufnahme zu gewähren.

Täglich kommt es landesweit zur Protesten und Plünderungen von Supermärkten und staatlichen Verteilerzentren
(Fotos: Twitter)


Venezuelas Despot fürchtet einen von den USA angestifteten Putsch gegen sein Regime und hat das Militär mobilisiert. „Guyana sieht dies mit besonderem Interesse. Es geht hier um territoriale Aspekte und wir werden genau beobachten, was Caracas im Schilde führt. Ich und die ganze Subregion sind besonders besorgt darüber, dass sich die venezolanischen Streitkräfte an der Krise im Land beteiligen“, so Granger. Nachdem verschiedene Regierungen der Kleinen Antillen in den letzten Monaten vor einem Flüchtlingsansturm aus Venezuela warnten, haben die Behörden auf Aruba (gleichberechtigter Teil des Königreiches der Niederlande) auf die aktuelle politische Situation in Venezuela reagiert und an der Küste der geographisch zu Südamerika gehörenden Insel den Alarmzustand erhöht. In einer offiziellen Stellungnahme wiesen die Behörden darauf hin, dass die venezolanische Bevölkerung aus Angst vor der Zukunft und auf der Suche nach einem besseren Leben das Meer in Richtung Aruba überquert. Die Polizei hat bereits in dieser Woche Alarm ausgelöst und die Küstenregion und die Gewässer vor der Insel in Zusammenarbeit mit der Küstenwache mit massiven Polizeistreifen verstärkt. Ebenfalls gab die Direktion des Roten Kreuzes von Curaçao bekannt, dass sie auf mögliche venezolanische Flüchtlinge vorbereitet ist.

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