Geschäft mit dem Teufel: Erste Exorzismus-Schule in Lateinamerika

In einem Vorort der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires legt der selbst ernannte Dämonenaustreiber und evangelische Pastor Manuel Acuña seine Hände auf das Gesicht einer kreischenden Frau. Die Szene, die an einen Horrorfilm erinnert, ist Realität in der ersten Schule für Exorzisten in Lateinamerika und ein teuflisch gutes Geschäft. Um die umstrittene Praxis mit Unmengen von Weihwasser, Sprüchen und Kruzifixen zu erlernen, müssen die wissbegierigen Schüler pro Monat rund 45 US-Dollar entrichten. Aktuell nehmen 35 Schüler am dreijährigen Teilzeitkurs „Parapsychologie, Angelology und Dämonologie“ teil, dem Geistlichen soll es allerdings nicht um Geld gehen.

 

Um die umstrittene Praxis mit Unmengen von Weihwasser, Sprüchen und Kruzifixen zu erlernen, müssen die wissbegierigen Schüler pro Monat rund 45 US-Dollar entrichten
Um die umstrittene Praxis mit Unmengen von Weihwasser, Sprüchen und Kruzifixen zu erlernen, müssen die wissbegierigen Schüler pro Monat rund 45 US-Dollar entrichten (Foto: ScreenshotYouTube)

Der bebrillte 54-jährige lutherische Pastor bezeichnet sich selbst als „von Gott Berufener“ und „Exorzismus-Berater“. Inmitten des reichen Geruchs von Weihrauch studieren er und seine Lernenden den Charakter des Teufel und die Arbeitsweise von Luzifer. Hunderte strömen in den sogenannten „Exorzismus-Nächten“ in die Kirche des „Guten Hirten“ und sind laut Acuña durchaus in der Lage, die dämonische Präsenz (Unterdrückung, Besessenheit oder ein Fluch) bei Besessenen zu analysieren. Viele lutherische Kirchen distanzieren sich von Acuña und seiner Schule, die unter Leitung des Pastors seit 2001 bereits 1.200 Exorzismen durchgeführt hat.

latina-press

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