Emailanfragen bei Firmen – in Uruguay besser nicht

In Deutschland war es schon eher mal üblich, eine Information bei einer bestimmten Firma per Email anzufragen, anstatt zu telefonieren. Solche Anfragen kann man rund um die Uhr abschicken und das geht mal eben zwischendurch.


In Uruguay kann man sich das meist sparen. Nach unserer Erfahrung, werden von 10 Anfragen höchstens 1-2 beantwortet, wenn überhaupt. Auch bei großen Firmen wie Pilsen, Hyundai usw. läuft das nicht besser. Einzig bei Anbietern im südamerikanischen ebay, dem Mercadolibre, liegt die Quote bei fast 100%. Auch, wenn man sich manchmal 1-2 Wochen gedulden muss. Also eine Antwort auf eine dringende Frage bekommt man eher per Telefon oder noch besser, man fragt direkt vor Ort nach.


Man ist hier zwar technisch sehr fortschrittlich und hat in den Ballungsgebieten eine gute Abdeckung mit Breitbandzugängen zum Internet per Glasfaser; man merkt aber deutlich, dass dies vor 10 Jahren noch nicht so war. 

Viele, die eine einfache Homepage besitzen, arbeiten eher selten mit den dadurch entstehenden Möglichkeiten, wie z. B. Kontaktanfragen per Mail. Ein großer Teil der Firmen und Restaurants besitzen nur ein Konto bei Facebook und keine eigene Homepage. Wie weit dort auf Einträge reagiert wird, haben wir noch nicht getestet. Man wird aber schon ab und zu in Restaurants gefragt, ob man am Tisch fotografiert werden darf, für einen Eintrag bei Facebook. 


Bei dem Carrito „Don Quijote“ in Atlántida z. B. besteht mit einem Klick auf den Facebook-Like-Button die Chance ein freies Essen zu gewinnen. Aber per Mail dort bestellen würden wir sicher nicht… 😉 



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