Illegaler Fischfang: Argentinien versenkt chinesisches Schiff

Die argentinische Küstenwache hat am Montag (14.) einen chinesischen Trawler versenkt. Vorausgegangen waren mehrere Aufforderungen zum Beidrehen und ein Warnschuss. Nach Angaben der Behörden hatte die Besatzung der „Lu Yan Yuan Yu 10“ vor der Küste Patagoniens illegalen Fischfang ausgeübt und der Kapitän des 66 Meter langen Schiffs trotz mehrfacher Aufforderung nicht beigedreht. Für den kommunistischen Propagandamainstream war die Aktion ein gefundenes Fressen und soll belegen, dass der neue argentinische Präsident Mauricio Macri seine Bereitschaft demonstrieren will, die nationalen Interessen seines Landes selbst gegen China als großen Handelspartner und wichtigen Investor zu verteidigen.


Bereits vier Tage vor der illegalen Aktion hatte die argentinische Küstenwache Warnschüsse auf mehrere andere Fischerboote in der gleichen Gegend abgefeuert. Argentinien beansprucht eine 200-Meilen-Zone als seine exklusive Wirtschaftszone, die Gewässer werden von illegalen Fischerbooten hauptsächlich zum nicht genehmigten Tintenfischfang genutzt. Es gibt Dutzende Aufzeichnungen über die Erfassung von illegal fischenden chinesischen Schiffen vom Juni 2013, im Jahr 2012, 2006, 2005, 2003 und 2001. Der argentinische Spezialist für Meeresschutz, Milko Schvartzman, berichtet von „schwimmende Städten“ die aus bis zu 400 Schiffen aus China, Südkorea, Taiwan, Spanien und Japan bestehen. Chinesische Schiffe durchsegeln und verschmutzen die Meere der Region auf der Suche nach wertvollen Fischbeständen – zahlreiche Beschwerden von Umweltgruppen sind aktenkundig.

latina-press

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